FEMALE EXPERTS. Die neue Arbeitswelt ruft nach selbstverantwortlichen Gestalter*innen. Cathrin Niehues stärkt mit Mindfulness und Positiver Psychologie das Self-Leadership bei Führungskräften und Mitarbeitenden.

Tell me what you want, what you really, really want“ fordert das Plakat im Büro von Cathrin Niehues. Was die Spice Girls und Frithjof Bergmanns New Work Bewegung als Kernfrage gemeinsam haben, versucht die Mindful Self-Leadership-Expertin mit RealGoodStuff auch in ihren Coachings aus ihren ambitionierten und zielstrebigen Klient:innen – meist Führungskräfte und Fachexpert*innen – herauszukitzeln. Denn das Mehr an Verantwortung, neue Rollen und Anforderungen, viel Arbeitslast und der ständige Wandel mit digitalen Tools und neuen Arbeitsweisen fordert viele heraus. Daher sagt Cathrin: „Noch nie war Self-Leadership so wichtig wie heute – für Führungskräfte, aber auch für die Mitarbeitenden selbst.“ NewWorkStories hat mit der Wahl-Kärntnerin mit deutschen Wurzeln über Selbstermächtigung, gute Kommunikation und das Ende der Überforderung gesprochen.

NewWorkStories: Cathrin, man hat den Eindruck, viele Mitarbeiter*innen und Führungskräfte ächzen aktuell unter den Transformationsbestrebungen in den Unternehmen. Wo liegen denn deiner Meinung aktuell die größten Herausforderungen?

Cathrin Niehues: Den Wandel in Richtung New Work in den Unternehmen macht aus, dass die Verteilung der Verantwortung nicht mehr durch die Hierarchie vorgegeben ist. Die Führungskräfte geben kaum mehr Anweisungen an die Mitarbeitenden, sondern müssen diese empowern, eigenverantwortlich zu arbeiten. Mitarbeitende müssen stärker für ihre Projekte und sich selbst Verantwortung übernehmen – sich organisieren und selbst managen. Sie sind mit neuen Rollen und hoher Arbeitslast gefordert – und nach dem Arbeitstag ist zuhause oft noch nicht Feierabend, sondern es warten weitere Verpflichtungen. Der Umgang mit all diesen Anforderungen bedarf einer persönlichen Reife – und damit auch einem höheren Maß an Self-Leadership.

Was genau verstehst du denn unter Self-Leadership?

Self-Leadership ist die Fähigkeit, selbstverantwortlich und aktiv sein Leben zu gestalten im Bewusstsein seiner Gedanken, Emotionen und Handlungen, um ein gelungenes Leben zu führen - beruflich wie privat. Self-Leadership umfasst die Steigerung der Selbstwahrnehmung, Selbsterkenntnis und führt zu einer erfolgreichen Selbstregulation und Selbstmanagement. Das bedarf einer gewissen Reflexionsfähigkeit. Wenn man sich mit den eigenen Gedanken- und Verhaltensmustern sowie Emotionen auseinandersetzt, fällt es einem leichter, sich im Business sachlich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Mit Self-Leadership agieren und reagieren wir bewusster statt uns unbewusst von Emotionen leiten zu lassen.

Ich höre immer wieder, dass Menschen in alte Verhaltensmuster verfallen, sobald sie mehr Verantwortung für ihre Arbeitsbereiche übernehmen, dass sie also doch wieder die Vorgesetzten um Rat fragen. Wie schaffen wir den Shift vom Mitarbeitenden zum selbstverantwortlichen Mitgestalter?

Das liegt häufig an der vorhandenen Fehlerkultur. Wir alle haben in unserer Sozialisation zudem nicht unbedingt gelernt, produktiv mit Fehlern umzugehen. Häufig ging es in Kindheit und Schule um die Frage: „Was hast du falsch gemacht? Wer hat Schuld?“ Dieses Schuldkonzept ist wenig zielführend und wir wollen dem Fingerpointing unbewusst häufig entgehen. Dann liegt es nahe, die Verantwortung lieber wegzuschieben, statt Ownership für sein Handeln zu übernehmen. Wenn Unternehmen eine konstruktive Fehlerkultur etablieren liegt der Fokus auf dem Lerneffekt aus Fehlern und nicht einzig auf der Schuldzuweisung. Dann ist es einfacher, Verantwortung zu übernehmen. Für Führungskräfte ist es hier wichtig, Vorbild zu sein und auch selbst Fehler zuzugeben und daraus Gelerntes mit dem Team zu teilen.

Mit welchen Themen kommen denn deine Klient*innen zu dir?

Meist sind sie über die Maße gefordert. Das kann aufgrund der Übernahme einer neuen Führungsrolle sein, etwa, dass sie befördert wurden und ein größeres Team, neue Aufgabenbereiche und mehr Verantwortung haben. Oder ihr Aufgabenspektrum erweitert sich durch Veränderungsprozesse, wenn ihre Expertise nicht mehr nur fachlich, sondern auch in der Menschenführung gefragt ist: Wie gehe ich mit Konflikten im Team um? Wie motiviere ich mein Team im Transformationsprozess?

Es kann aber auch sein, dass die Funktion dieselbe ist, sich aber das Umfeld verändert hat – etwa durch einen neue*n Kollege*in, mit dem man Konflikte hat. Egal was es ist: mit meinem Ansatz arbeiten wir immer an der inneren Haltung und einem Perspektivenwechsel meiner Klient*innen. Dadurch löst und ändert sich auch im Außen vieles. Nicht immer können wir die äußeren Umstände und andere Menschen beeinflussen – aber wir können immer an unserer inneren Haltung arbeiten – und für unsere Innenwelt und unser Verhalten Verantwortung übernehmen.

Mit der "Female Experts"- Serie begleite ich Expertinnen in die Sichtbarkeit. Teil davon ist eine kostenpflichtige Positionierungsberatung. Du bist Expertin für Neues Arbeiten oder Digitalisierung/KI? Dann buch bei mir einen virtuellen Kaffee:

Angenommen, ich bin deine Klientin und habe Mühe, mit den neuen Anforderungen in meinem Job klarzukommen. Ich bin im Widerstand. Oder ich bin Führungskraft, soll mein Team für den Wandel begeistern und bin mit Widerstand konfrontiert. Was kann ich tun?

Führungskräfte übernehmen immer stärker die Rolle von Coaches und Enablern und begleiten die Mitarbeitenden durch Transformation und in die Potenzialentfaltung. Dazu ist es wichtig, dass sie gut mit sich selbst in Kontakt sind. Ich arbeite mit meiner REAL-Methode, die ich basierend auf meiner Expertise in Mindfulness (Anm.: Diplom in Buddhistischer Psychologie) Yoga, Meditation und moderner Psychologie entwickelt habe. Das Innehalten und Durchatmen und bewusste Agieren und Reagieren hilft uns in herausfordernden Situationen sehr. R steht für „Realisiere, was ist“: Nimm den Moment im Hier und Jetzt wahr. E steht für „Erkenne deine Bedürfnisse“: Das erreichst du mit einem Check-in bei dir selbst, indem du dich fragst: „Wie geht es mir gerade wirklich? Was brauche ich gerade?“ A bedeutet: „Akzeptiere deine Emotionen.“ Es geht darum, ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen zu schaffen, ohne in die Emotionalität zu kippen. L steht für: „Lebe deine Werte“. Wenn wir nicht nach unseren Werten leben, fühlen wir uns energielos und frustriert, aufgewühlt und getrieben. Wir haben das Gefühl, uns zu verbiegen und schauspielern zu müssen. Du bist du selbst, wenn du nach deinen Werten lebst und dein Handeln in Einklang mit ihnen bringst – Werte wie etwa innere Ruhe, Lebensfreude, Freiheit. Dann wirst du Herausforderungen mit viel mehr Leichtigkeit und Gelassenheit meistern.

Stichwort Emotionalität: Ein Beispiel: man gerät immer wieder mit einer Kollegin aneinander. Wie kann hier eine neue Haltung für bessere Kommunikation sorgen?

Wenn wir lernen, bewusst unsere Emotionen wahrzunehmen und unser Verhalten zu steuern, können wir auf der Sachebene bleiben. Das Problem bei vielen Konflikten ist, dass wir auf die Beziehungsebene rutschen, Gesagtes persönlich nehmen und impulsiv reagieren. Wenn wir unseren eigenen Anteil erkennen und lernen, zwischen Reiz und Reaktion innezuhalten und bewusst zu wählen, wie wir re-agieren wollen, verändert sich die gesamte Dynamik des Gesprächs. Man lernt, auf der Sachebene zu argumentieren statt Einwände als persönliche Attacke wahrzunehmen und verbal zurückzuschießen. Die Konflikte nehmen ab., die Gespräche verlaufen zielführend.

Du hast die Überforderung im Job angesprochen, was dazu führen kann, dass Menschen in das Quiet Quitting, also Dienst nach Vorschrift abdriften und irgendwann den Job kündigen. Führt dieser Bewusstwerdungsprozess durch Self-Leadership auch dazu, dass Menschen eher kündigen, wie es manche befürchten? Und: Wann ist es tatsächlich Zeit zu gehen?

Im Gegenteil, durch Self-Leadership bemerken wir, dass wir selbst etwas ändern und beeinflussen können. Meine Klient*innen kündigen dann in der Regel nicht, weil sie ihre Situation verändern konnten, indem sie selbstwirksam wurden. Durch mein Self-Leadership Coaching erkennen sie neue Handlungsoptionen für sich und ergreifen sie. Viele wechseln den Job, weil sich nichts ändert – weil sie aber auch selbst nicht versuchen, etwas zu ändern. Man denkt, auf der anderen Seite sei das Gras grüner. In meinem Self-Leadership-Ansatz geht es darum, hinzuschauen: Was passt denn gerade nicht? Welches Bedürfnis kannst du gerade nicht erfüllen? Welche Stärken kannst du nicht ausleben? Und dann ist die Frage: wie kannst du dich einbringen, deinen Job aktiv gestalten im Sinne von Job Crafting – damit Quiet Quitting keine Option mehr ist? Dazu musst du natürlich zuerst wissen, was du wirklich, wirklich willst. Meine Erfahrung zeigt, dass im aktuellen Setup oft noch viel mehr möglich ist, als man oft denkt. Beispielsweise hat einer meiner Klient*innen neue Motivation und Freude für seinen Job entfachen können, weil er neben seiner operativen Tätigkeit ein Projekt zum Umweltschutz, einer seiner Werte, bei seinem Arbeitgeber initiiert hat. Der Fall zeigt: eine zusätzliche Aufgabe kann auch beflügeln anstatt belasten.

Jedoch: wenn du in deinem Job alles ausgereizt und versucht hast, was in deinem Einflussbereich liegt, und du zum Entschluss kommst, es passt einfach nicht, dann kann eine berufliche Veränderung sinnvoll sein. Das ist für mich aber nie die erste Lösung – denn sofern nicht zunächst die Tranformation in dir stattgefunden hat, wirst du im neuen Job schneller als dir lieb ist wieder mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert sein.  

Viele von uns sind mit hoher Arbeitslast gefordert, hinzu kommt die Entgrenzung der Arbeit: gerade im Home Office fällt es schwer, mit der Arbeit „Schluss“ zu machen. Was können wir bei Überlastung und Stress selbst tun?

Vielen von uns fällt es schwer, „nein“ zu sagen, weil der Wunsch nach Harmonie besteht. Wenn man jedoch zu mehr „ja“ sagt, als die eigenen Kapazitäten hergeben, entsteht Überlastung, die dauerhaft nicht förderlich ist – weder beruflich noch privat. Somit ist es hilfreich, sich seiner Ziele sowie Ressourcen bewusst zu sein und darauf basierend Entscheidungen zu fällen. Ein „Nein“ gelingt leichter, wenn man gleichzeitig weiß, wozu man damit „ja“ sagt. Man kann “nein“ sagen, ohne direkt eine Konfrontation auszulösen. Das geht mit einer bewussten und achtsamen Kommunikation.

Ich kann das als ehemals notorische Ja-Sagerin nur bestätigen. Was mir aufgefallen ist: je öfter man ja sagt, desto öfter wird man gefragt, ob man „das noch schnell machen kann“.

Ja, deswegen ist es so hilfreich, durch die erhöhte Selbstwahrnehmung sich seiner Selbst im gegenwärtigen Moment bewusst zu sein. Anstatt ein vorschnelles „ja“ zu äußern, hilft es innezuhalten, um dann eine realistische Lösung vorzuschlagen. Das kann im Arbeitskontext z.B. eine Umpriorisierung, Zusammenlegung oder neue Verteilung von Aufgaben beinhalten.

Du warst selbst zehn Jahre als diplomierte Volkswirtin in der Corporate-Welt als Projektleiterin unterwegs: was hat dich dazu bewogen, dich mit Mindfulness und Self-Leadership zu beschäftigen?

Während meiner Zeit im Corporate Management internationaler Konzerne erkannte ich, dass es Eigenverantwortung und aktives Handeln bedarf, um auf sich achtzugeben. Ursprünglich habe  ich mit Yoga als Ausgleich zum anspruchsvollen Joballtag begonnen. Schnell hat mich als kopflastiger Mensch begeistert, welchen Einfluss wir durch unseren Geist auf unser Wohlbefinden ausüben können. Dieses Interesse habe ich mit einer Yogalehrerausbildung, mit Meditationstrainings und einem Diplom in Buddhistischer Psychologie am Tibetzentrum Österreichs vertieft, ich habe mich in Positiver Psychologie weitergebildet und ein Diplom als zertifizierter, werteorientierter, systemischer Coach.

Ich habe mich also viel mit Psychologie, Emotionen und Geisteszuständen auseinandergesetzt und mich hat begeistert, wie aktiv wir unsere innere Welt gestalten können und wie sehr wir uns ein stückweit von äußeren Umständen unabhängiger machen, sie aber auch positiv beeinflussen können. Denn nicht immer brauchen wir gleich einen neuen Job, einen neuen Partner oder müssen in eine neue Stadt ziehen, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Ich möchte, dass die Menschen aus diesen Wenn-Dann-Schleifen herauskommen und erkennen, dass sie es in der eigenen Hand haben, auf Umstände zu reagieren und Dynamiken zum Besseren zu beeinflussen.

Hast du einen Tipp für unsere Leser*innen, den sie heute noch oder spätestens morgen umsetzen können?

Eine kleine Veränderung in den täglichen Routinen kann eine große Wirkung haben auf dein Energielevel und Erholung sorgen. Ein Klient etwa fuhr immer auf dem kürzesten Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück, um keine Zeit zwischen Job und Familie zu verlieren. Abends kam er erschöpft zuhause an ohne Elan für jegliche privaten Aktivitäten. Neben anderen Maßnahmen haben wir auf dem Nachhauseweg einen Umweg über die Felder eingebaut: das gab ihm die notwendige Zeit, um von der Arbeit abzuschalten, und neue Kraft zu tanken bei der Bewegung und in der Natur. Er kam viel entspannter zuhause an. Das hatte nicht nur für ihn, sondern auch für sein Umfeld positive Auswirkungen.  Also frag du dich gern: Womit kannst du dir nach einem Arbeitstag etwas Gutes tun?

Die Expertin für Self-Leadership: Cathrin Niehues

Die diplomierte Volkswirtin hat sich nach erfolgreichen Jahren in der strategischen Unternehmensberatung und als Pricing Managerin eines globalen Pharmakonzerns im Jahr 2021 mit RealGoodStuff selbstständig gemacht. Mit ihrem Coaching-Unternehmen REAL GOOD STUFF unterstützt Cathrin Niehues Führungskräfte und ambitionierte Menschen ein gelungenes Leben zu führen – beruflich wie privat. In ihrer Arbeit als Self-Leadership Coach vereint sie ihre Expertise in Mindfulness und emotionaler Intelligenz mit ihrem Corporate Background und greift auf wissenschaftlich fundierte Methoden und Techniken zurück. Ihre Einzelcoachings bietet sie für ihre weit gestreuten Klienten primär online an und vor Ort in Klagenfurt. Darüber hinaus gibt sie Workshops und Vorträge für Unternehmen und lädt ein zu Yoga-Mindfullness-Retreats in Südtirol.

Mehr zu Cathrins Arbeit findest du auf: https://realgoodstuff.at

Die innovative Wiener Transformationsberatung fifty1 setzt auf Mensch und Kultur, um die Technologisierung bei ihren Kunden voranzutreiben. Und selbst? Ändert sie sich ständig. (Bezahlte Kooperation)

Einundfünfzig. An dieser Prozentmarke kippt der Status Quo und Veränderung wird möglich. Bei einundfünfzig Prozent hat die Mehrheit über einen Beschluss entschieden. 1951 wurde der Grundstein für das Silicon Valley gelegt und die geheimnisumwobene Area51 des US-Militärs ist ein Synonym für moderne Mystik.

„Wir bringen jedenfalls Licht ins Dunkel“, lacht Linh Dinh, Managing Partner bei der Wiener Transformationsberatung fifty1. Er stieß im Jahr 2018, ein Jahr nach der Gründung von fifty1, als Agile Coach dazu. Zu dieser Zeit befand sich fifty1 selbst gerade in einem Transformationsprozess.  Zur Gründungsidee, Leadershiptrainings samt Leadership-Akademie anzubieten, hat sich die Transformationsberatung dazugesellt. Nachdem fifty1 einen Großauftrag zur Kulturtransformation für 15.000 Mitarbeitende an Land gezogen hatte, zählten plötzlich mehr Berater*innen als Leadershiptrainer*innen in der Belegschaft.

fifty1 verbindet Mensch und Technologie, und zwar nach klaren Prioritäten: zuerst der Mensch, dann Organisation und Kultur, dann die Technologie. „Uns geht es darum, die Synergie aus Mensch und Technologie zu verbessern. Unsere Mission ist es, ein Momentum für Veränderung aufzubauen, Muster zu brechen und Menschen zu inspirieren, ihre gewohnten Pfade zu verlassen“, sagt Linh Dinh. Dabei gilt es auch, Berührungsängste gegenüber neuen Technologien und Künstlicher Intelligenz (KI) abzubauen.

KI verschiebe nämlich auch die Rolle des Menschen hin zu mehr menschlichen Skills: „KI-Systeme helfen etwa Ärzt:innen dabei, mit empirischen Daten zu Symptomen, bessere Diagnosen zu erstellen. Die Rolle des Arztes oder der Ärztin besteht dann darin, die Diagnose quasi als empathisches Interface den Patient*innen zu vermitteln“, so der Experte.

Impact auf Innovation Mit der Impact-Formel human x technology gehört fifty1 zu den wirksamsten Business-Transformern. Das eine gehe schließlich ohne das andere nicht, sagt Linh Dinh: „In den 2010er Jahren war es en vogue, dass Organisationen Innovationsabteilungen aufgebaut gemacht, die richtig geile Sachen innoviert haben – wenn allerdings Intrapreneurship im Silo verharrt, geht es an wirksamer Innovation vorbei“, erzählt er. Inzwischen gebe es eine Trendwende: „Innovationsabteilungen werden zunehmend eingestampft. Uns ist wichtig, den Innovationsgedanken an den bestehenden Strukturen in allen Bereichen zu schaffen – egal ob es Arbeitsprozesse, Zusammenarbeit, Produkte oder Prozesse betrifft.“ Der größte „Painpoint“ der Kunden sei: Wie können wir die Menschen am besten durch die digitale Transformation begleiten und Innovation besser in unserem Unternehmen integrieren?“

Bei Unternehmen ortet Linh Dinh häufig fatale Irrtümer, was den Transformationsprozess betrifft: „Das Transformationsnarrativ fehlt – die Leute wissen oft nicht, warum Veränderung wichtig ist und was sie bringen soll. Und: oft wird Transformation noch als Veränderung von Startpunkt A nach Endpunkt B verstanden – das ist aber nicht der Fall, sie ist ein immerwährender Prozess“, führt der Agile Coach aus. Oft würden auch Zeit und Kompetenzen fehlen, die für den Transformationsprozess nötig sein. Linh Dinh empfiehlt, ein Pilotprojekt mit einem „präfigurativen Transformationsteam“ aufzusetzen, das sich dem Transformationsziel verschreibt. So könnte beispielsweise ein IT-Team ein agiles Transformationsprojekt testen, indem es agil in Scrum oder mit Kanban arbeitet. „In diesem geschützten Bereich etablieren sich neue Werte und eine neue Kultur, die sich nach und nach auf die komplette Organisation ausdehnen darf, ganz im Sinne einer Evolution“, so Linh Dinh.

Selbst ist die Transformation Auch fifty1 selbst hat sich der ständigen Transformation verschrieben. „Uns ist ‚walk the talk‘ sehr wichtig: wir sind eine Transformationsberatung, die sich ständig transformiert – und auch wir lassen uns extern begleiten, um unsere sogenannten ,white spots‘ zu erkennen. Der Chirurg kann sich nicht selbst am Herzen operieren, man muss schon jemand anderen ranlassen“, sagt der Experte. Die Organisation ist im Kreisrollenmodell selbstorganisiert – „mit allen Vorteilen und Schmerzen“, wie Linh Dinh sagt. Die Berater*innen arbeiten oft parallel an verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Rollen – die Rollen gilt es, klar und transparent für alle darzustellen. Auch in der Selbstorganisation gebe es eine informelle hierarchische Ordnung, eine Themenhierarchie „und es gibt Menschen, die Angestellte, und welche, die Eigentümer sind – das macht einen Unterschied.“ fifty1 hat die Gehälter transparent gemacht, auch die der Management Teams. Aktuell arbeitet das Team in Gehaltsdialogen an der internen Gehältergerechtigkeit:

Kompetenzvielfalt im Team Auch, was das Recruiting und damit auch die Lebensläufe der Mitarbeitenden betrifft, ist fifty1 innovativ: „Bei uns arbeiten die unterschiedlichsten Menschen, wir lieben Diversität. Das erzeugt viele neue Ideen, aber auch Spannungen und Konflikte, die wir dann lösen müssen.“ Für die Kund*innen sei aber gerade diese Perspektivenvielfalt ein großer Gewinn: Mitarbeiterin Verena Gruber-Sytvech beispielsweise hat Militärwissenschaften studiert und mit dem kurdischen Militär im Nordirak Interviews zur Militärstrategie geführt und zu ihrer Post-Merger-Integration gearbeitet. „Ihr Wissen ist sehr hilfreich, wenn es um die Etablierung von Strategien und wirksamen Regeln geht“, erzählt Linh Dinh. Andere Mitarbeitende kommen aus der IT, dem Journalismus, der Wirtschaftspsychologie oder Organisationsentwicklung. Auch er selbst, der kreative Kopf und Agile Coach, habe zu Jobeintritt immer wieder Differenzen mit dem CEO Oskar Dohrau dem strukturierten Strategen und erfahrenen Top-Manager, gehabt. „Unsere Sichtweisen waren einfach zu unterschiedlich, zwischen uns liegen auch 15 Jahre. Wir haben heute immer noch Meinungsdifferenzen, aber dabei eine gegenseitige Wertschätzung für die Stärken und Andersartigkeit des jeweils Anderen. Das ist auch gut, sonst würden wir in homogener Suppe schwimmen.“ All die internen Dialoge seien extrem spannend – und die Menschen im Team seien ein Katalysator für die Veränderung der Organisation: „Mit jeder neuen Person im Team verändern wir uns auch als fifty1 – es werden immer neue Kompetenzen genutzt und integriert.“ Aktuell erweitert fifty1 sein Team und sucht wegen der Geschlechterparität vor allem Frauen mit Technologie-Expertise.

Event-Tipp: Um den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen zu fördern, veranstaltet fifty1 am 26. und 27. April in Wien das TransformationCamp in Kooperation mit der FH der WKW Wien. Dort gibt es neben inspirierenden und wissenswerten Keynotes auch die Möglichkeit, selbst Sessions zu gestalten und die eigenen Learnings zur unternehmensinternen Transformation zu mit den anderen Teilnehmer*innen zu teilen.

Hier geht's zu fifty1: https://fifty1.com

Technologie soll dem Menschen dienen: das ist auch die Mission des HR-Software-Anbieters Personio. Wie sehr HR künftig von Künstlicher Intelligenz profitiert, erzählt Kálmán Györy von Personio. (Bezahlte Kooperation)

Die Welle der Künstlichen Intelligenz hat die Wirtschaftswelt in atemberaubendem Tempo erfasst – und HR-Abteilungen sind hier keine Ausnahme. In der gegenwärtigen Ära der Digitalisierung und Automatisierung, getrieben von datengesteuerter Entscheidungsfindung und einer verbesserten Mitarbeitererfahrung, erleben wir eine Revolution im HR-Bereich.  „Die Digitalisierung in der HR entwickelt sich mehr und mehr in Richtung Automatisierung, datengesteuerte Entscheidungsfindung und Verbesserung der Mitarbeitererfahrung. Insgesamt geht der Trend in Richtung Effizienz, Personalisierung und Agilität der HR-Prozesse“, erzählt Kálmán Györy, bei HR-Softwareanbieter Personio als Team Lead für Tech Talent Acquisition zuständig.
Derzeit würden Technologien wie KI und maschinelles Lernen etwa für das Screening von CVs eingesetzt, „Chatbots erledigen Routineanfragen und die Datenanalyse hilft im Bereich Recruiting und dem Performance Management“, sagt Györy. Künftig werden laut dem Experten noch viel stärker als bisher Tools für Remote Work, digitale Lernplattformen und der Fokus auf Datensicherheit und Datenschutz Einzug in die Unternehmen halten.

60 Stunden für den Fokus Mensch

Klingt nach viel Arbeit, aber: „KI hat großes Rationalisierungspotenzial für die HR“, so Györy. Was nicht bedeutet, dass KI die Personaler*innen ersetzen wird: „Es geht viel mehr darum, die eingesparte Zeit für sinnvollere Aufgaben zu nutzen, den repetitiven und administrativen Teil der Personalarbeit effizienter zu gestalten und auszulagern, sodass die HRler*innen sich auf das fokussieren können, was am wichtigsten ist: die Mitarbeitenden.“

Bis zu 60 Stunden pro Monat kann ein mittelständisches Unternehmen an Zeitaufwand mit Personio einsparen. Eine aktuelle Befragung durch Personio von mehr als 1000 HR-Manager*innen und 500 C-Level-Manager*innen hat gezeigt: „67 Prozent glauben, dass KI und Automatisierung ihr Unternehmen effizienter und produktiver machen werden. Und das wird auch dringend benötigt, denn für 74 Prozent der Personalleiter in Europa hat die Verbesserung der Produktivität unmittelbare Priorität.“

Ganz konkret könne KI wie ChatGPT schon jetzt beim Verfassen von Stellenanzeigen helfen, Ideen für Interviewleitfäden erstellen oder über Chatbots die Bewerber*innen direkt auf der Karriere-Webseite ansprechen. Ersetzen wird KI die HR-ManagerInnen aber wohl kaum: „Es geht vielmehr darum, die eingesparte Zeit für sinnvollere Aufgaben zu nutzen. Die Nutzung von KI sollte als Chance gesehen werden, den repetitiven und administrativen Teil effizienter zu gestalten und auszulagern, sodass sich HRler*innen auf das fokussieren können, was am wichtigsten ist: die Mitarbeitenden.“  Die KI werde so zur „Copilotin für HR“. Und wenn schon, würden PersonalerInnen durch andere PersonalerInnen ersetzt, die mit KI umgehen können.

Auch BewerberInnen profitieren von KI-Lösungen bei der Jobsuche. „KI-Systeme könnten auf Basis des eigenen Lebenslaufs und der Präferenzen des Bewerbers automatisch nach Stellenangeboten suchen. Auch Job-Empfehlungen könnten so ermöglicht werden. Sobald sich die Bewerber*innen aktiv für eine Stelle interessieren, kann KI beispielsweise für die Gestaltung und Formulierung des Lebenslaufs genutzt werden“.

 10.000 Unternehmen in Europa hat Personio seit 2015 bereits zu mehr Effizienz und Zeit in ihrer HR-Arbeit verholfen – mit inzwischen 1800 Mitarbeitenden an acht Standorten in europäischen Städten. Der Dienstleister bietet in seiner umfassenden All-in-On-HR-Software alles aus einem Guss mit wenigen Klicks: angefangen von Recruiting, Onboarding über Personalmanagement mit digitaler Personalakte und Zeiterfassung, bis hin zu Talententwicklung, Leistungsbeurteilungen, 360 Grad-Feedback Schulungsmanagement und Gehaltsabwicklung.  Gegründet wurde Personio von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Jonas Rieke als Spin-Off des Center for Digital Technology & Management (CDTM) in München – eben mit dem Ziel, HR digital fit zu machen.

Die digitalen Tools würden daher auch laufend an die sich rasant verändernden Marktanforderungen angepasst. Frisch aus der IT-Fabrik kommt das Tool „Personio Whistleblowing“: „Damit können Unternehmen datenschutzkonform und rechtssicher die neue Hinweisgebeschutzrichtlinie umsetzen“, so Györy. Personio setzt auch immer wieder Künstliche Intelligenz ein: der HR-Helpdesk „Personio Conversations“ unterstützt PersonalerInnen bei der Priorisierung und Beantwortung von Ad-hoc-Anfragen von Mitarbeitenden – seit Neuestem mit dem Support des KI-Chatbots "AI-Powered Answers". Seit diesem Jahr gibt es mit „Personio Payroll“ auch die erste Lohnabrechnung in Echtzeit auf dem deutschen Markt: „Sie vermeidet mit eingebauter Compliance und automatischer Datenvalidierung Fehler und erspart HR-Teams so jede Menge Stress“, sagt der Experte. Ganz oben steht die Benutzerfreundlichkeit, damit die Unternehmen auch wirklich so zeit- und kostensparend und effizient wie möglich arbeiten können.

Vom Kunden zum Experten

Die Software ist speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa abgestimmt – und kann mit wenigen Clicks auch weiter individuell angepasst werden: „Unser Ansatz ist es, mit unserem personalisierten Onboarding und einer dedizierten Kontaktperson dafür zu sorgen, dass die Implementierung reibungslos verläuft und unsere Kunden selbst in kürzester Zeit zu Personio-Experten werden“, so Györy. Dazu gibt es Zugang zu einer engagierten Community von HR-Expert*innen, „die sich gegenseitig an ihrem Wissen teilhaben lassen und bei Fragen rund um den HR-Alltag unterstützen“. Eine Innovation ist auch „Personio Voyage“, die erste Fortbildungsplattform speziell für Personalverantwortliche, die seit heuer am Start ist und die Community einbindet. „Damit bieten wir eine zentrale Anlaufstelle für unsere Kunden und andere HR-Expert*innen, um zusammenzukommen und sich weiterzubilden – sowohl in Bezug auf unsere Software als auch ihre eigene Karriere“, sagt Kalman Györy.  

Die Digitalschmiede für Personer*innen hat noch viel vor, denn die digitale Revolution auch mit Hilfe der KI ist in vielen Unternehmen noch nicht angekommen: „Wir stehen erst am Anfang unserer Reise, denn das Potenzial ist riesig: Allein in Europa gibt es 1,7 Mio. kleine und mittelständische Unternehmen - erst 0,5 Prozent des Marktes nutzen Personio“, so Györy.

Es gibt also viel zu tun – und noch viel mehr Zeit und Kosten zu sparen, damit HR-Manager*innen sich auf das konzentrieren können, was wirklich im Unternehmen zählt: die Menschen.

Mehr Infos zu den HR-Produkten von Personio findest du auf: www.personio.de

Mit moodmap® reflektieren Teams ihre Stärken und Stressreaktionen besser. Das Ergebnis: Kommunikation auf Augenhöhe, bessere Stimmung und mehr Verbundenheit. (Bezahlte Kooperation)

Staubige Hitze liegt in der Luft. Menschen rufen einander in bunten Trauben gedrängt auf dem Marktplatz Bobo-Dioulasso in Burkina Faso zu. Es wird geschrien, es wird gelacht, es wird gestikuliert, es wird debattiert. Mitten in dieser lebhaften Szene hat die junge Sozialanthropologin eine Erkenntnis: Bei aller Leichtigkeit steht hier das Gemeinwohl an erster Stelle.In diesem Moment entsteht in ihrem Herzen der Keim einer Lebensmission: Die Wir-Kompetenz zu stärken.

Diese Szene wird die junge Sozialanthropologin prägen – und auch mehr als zwanzig Jahre später handlungsleitend für ihre Arbeit sein. Reingard Winter-Hager ist inzwischen nicht mehr auf Studienreisen in Westafrika unterwegs, sondern besucht Unternehmen, um ein verbindendes Wir dort herzustellen, wo es fehlt oder brüchig geworden ist. „Mich hat immer das intelligente und sinnvolle menschliche Miteinander interessiert“, sagt sie.

Heute begleitet Reingard Winter-Hager als systemische Coach Führungskräfte und Organisationen. Ihr Ziel ist es, aus Arbeitsgruppen echte Teams mit Wir-Gefühl zu entwickeln, die Verantwortung für das Gemeinwohl als alltägliche Selbstverständlichkeit leben. Dabei sieht sie die Beziehungsebene als maßgebliche Basis für gute Kommunikation, denn: „Zusammen zu arbeiten heißt noch nicht, dass man ein echtes Team ist“, lautet ihr Fazit.

Als CEO ihrer ganzheitlich orientierten Beratungsagentur SOULSTEPS hat sie bereits mit vielen verschiedenen Tools zur Persönlichkeitsanalyse gearbeitet. Vor ein paar Jahren ist sie auf bioLogic® gestoßen, ein Tool zur Persönlichkeitsanalyse von Alexander Richter, Unternehmensberater für die Bereiche Marketing und Sales, das auf der wissenschaftlichen Forschung des Neurowissenschaftlers Gerhard Roth und des Genetikers und Neuropsychiaters Robert Cloninger basiert. Im Lockdown beschließt Reingard Winter-Hager gemeinsam mit ihren Kund*innen, das Tool intuitiv und mit Spaßfaktor weiterzuentwickeln. Die moodmap® entsteht: ein farblich kodiertes System zu den drei grundlegenden Wesenszügen des Menschen, dargestellt auf wimmelbildartigen Landkarten, die im Team spielerisch anwendbar sind.

Das Credo lautet: „Erst wenn wir uns selbst erkennen und uns annehmen, wie wir sind, können wir das auch mit anderen tun – und so zu einem verbundenen Miteinander kommen“, sagt Reingard Winter-Hager. Das Tool besticht, weil es schnell zu erfassen ist und den Einfluss der Stimmung (mood) auf die Persönlichkeit beleuchtet – also wie sich Alltag, Flow und Stress auf das Verhalten der Einzelnen auswirken.

Zurück in die Steinzeit

Basis dafür liefert die evolutionsbiologische Forschung. „In der Steinzeit entwickelten die Menschen drei wesentliche Grundkompetenzen, die seit 150.000 Jahren in unseren Gehirnen verankert sind und die wir in den moodmaps mit den drei Farben und den Moodlingen abbilden“, sagt Reingard Winter-Hager. Evolutionsbiologin Birgit Vedder bietet dazu viel Hintergrund und Expertise als Teil des Soulsteps-Teams.

Am Anfang steht der moodmap®Check - ein Online-Test für Einzelpersonen, der mit rund 90 Fragen die Verteilung dieser drei Farben bzw. Grundkompetenzen innerhalb der Persönlichkeit abbildet. moodmap® bietet darauf aufbauend auch Teamanalysen. Das Tool verzichtet dabei auf sperrige Diagramme und seitenlange Beschreibungen - stattdessen gibt es humorvoll gestaltete Landkarten (siehe unten). "Sie liefern auf einen Blick Orientierung über die drei Grundkompetenzen samt Bedürfnissen, Stärken und Stressmustern und führen dadurch zu mehr Verständnis für das eigene Verhalten und das der anderen Teammitglieder,“ so Reingard Winter-Hager. moodmap® bringt somit auch Leichtigkeit in schwierige zwischenmenschliche Situationen. „Das Tool wertet dabei nicht und liefert auch keine Diagnosen. Vielmehr befähigt es das Team, sich selbst in der Reflexion weiterzuentwickeln und zu coachen“, so die Expertin.

Gerade für Führungsteams und im Bereich menschzentriertes New Work stellt sich die Arbeit mit den moodmaps als wertvoll heraus: „Die Anwender*innen reflektieren ihre eigenen Muster im Flow und im Stress und geben einander Feedback zu Stärken, Schwächen und Schattenthemen“, sagt sie. „Sie trainieren so spielerisch Selbstverantwortung, Selbstreflexion und Konfliktfähigkeit. Stimmung und Wertschätzung bessern sich, die Kommunikation wird offener, die neu erworbene Wir-Kompetenz stärkt das Miteinander. Das fördert wiederum  die Mitarbeiterbindung und eine positive Unternehmenskultur in unsicheren Zeiten.“ Die humorvolle Darstellung der „Schattenseiten“ auf den Maps erlaubt dabei einen entspannten Blick auf die Entwicklungsfelder aller Beteiligten. Reingard Winter-Hager bietet dazu für Führungskräfte und Teams auch gemeinsam mit ihren moodmap®- Facilitator*innen Workshops an.

Erfahrungen und Ergebnisse

Wie schnell so ein Entwicklungsprozess mit moodmap® umgesetzt wird, zeigt das Beispiel eines österreichischen Industriebetriebs. Die neun Teamleiter in der Produktion verwenden die Maps regelmäßig im Alltag: „Bei Kommunikationsproblemen oder Konflikten untereinander oder mit ihren Teammitgliedern orientieren sich die Teamleiter an den moodmaps® und leiten dann erfolgreich neue Handlungsoptionen ab. Mitarbeiterführung wird so bedürfnisbezogen umgesetzt“, erzählt Reingard Winter-Hager. Dabei würden die Teams auch die wichtige Fähigkeit der Ambivalenztoleranz trainieren: „Das bedeutet, dass man in der Lage ist, ganz ehrlich zu äußern, wenn einen das Verhalten eines Teammitglieds nervt, und man dieser Person dennoch weiterhin wertschätzend begegnet,“ sagt die Expertin.

Auch für die Umsetzung von Organisationsformen in Richtung New Work kann moodmap® gezielt den Boden bereiten, wie Steve Hille, Leiter Strategic Supply Management beim Unternehmen Welser Profile in Deutschland erzählt. Er nutzt die moodmaps seit einem Jahr mit seinem 12-köpfigen Team: „moodmap®  ist für mich ein Kompass geworden, den ich im Leadership-Alltag gern einsetze. Ich habe damit das Vertrauen, den Zusammenhalt und das Leistungsniveau in meinem Team gesteigert. Wir sind new-work-tauglich geworden und bereit für neue Formen der Zusammenarbeit“, erzählt er. Demnächst will man Holacracy erproben.

Für Reingard Winter-Hager ist jetzt die Zeit reif für integrale Konzepte wie die moodmap® in der neuen Arbeitswelt, gerade auch angesichts von Quiet Quitting und bröckelnder Mitarbeiterbindung: „Während der Pandemie haben wir das Gegeneinander kultiviert, nach dem Motto: wir haben recht und die anderen machen es falsch. Ich denke, jetzt ist es Zeit zu lernen: es geht nicht ums Entweder-Oder und auch nicht um Richtig-Falsch, sondern um das Wir als gemeinsamer Basis trotz aller Unterschiedlichkeiten.“ Ihre Mission ist klar: moodmap® soll die Arbeitswelt erobern. „Ich fühle mich vom Leben beschenkt und überrascht. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich gemeinsam mit meinem Team ein so ein unglaublich wirksames und hilfreiches Tool auf den Markt bringen würde“, sagt Reingard Winter-Hager.

Die drei Archetypen (Moodlinge) wohnen in gelben, blauen und roten Königreichen.

Im GELBEN Königreich wird die WIR-Kompetenz besonders in den Vordergrund gerückt:

© Soulsteps

In der Steinzeit sorgten wir mit unserem Gelbanteil als Hüter*innen des Feuers für den Zusammenhalt in der Gruppe. Auch in modernen Teams achten Menschen mit ausgeprägter gelber Kompetenz auf das Miteinander, die gute Stimmung und dass sich alle im Team wohlfühlen.

Kompetenzen im Alltag: Teamfähigkeit, Mitgefühl, fördern Zusammenhalt

Superkräfte im Flowmodus: Kontaktfähigkeit, Sozialkompetenz, Mitgefühl

Stressmuster: Helfersyndrom, Opferhaltung, Selbstmitleid und Vorwürfe

moodmap® macht in den drei Königreichen archaische menschliche Grundkompetenzen – samt Schattenseiten - sichtbar und nutzbar. Denn die Gelbe Kompetenz wäre ohne der Roten und Blauen Kompetenz nicht erfolgsfähig. Das Rot steht für Umsetzungskraft und Mut, das Blau für Sachlichkeit und Optimierungsdrang. Erst durch den Einsatz dieser drei Kräfte wurde der Homo Sapiens zur Erfolgsgeschichte. „Heute ist das bewusste Zusammenspiel dieser drei Kompetenzen der Erfolgsfaktor für echte Wir-Kompetenz in Organisationen“, sagt Reingard Winter-Hager.

Literatur: "The Dawn of Everything. A New History of Humanity": David Graeber & David Wengrow
Allen Lane, Pinguin Random House, 2021

Reingard Winter-Hager bietet mit Soulsteps auch eine Ausbildung für moodmap®-Facilitators an. Weitere Infos zur moodmap: www.soulsteps.at/moodmap

Was ist mein Haus, was meine Wohnung wert? Immowert4You bietet Immobilienbewertungen an – und setzt dabei auf menschliche Expertise in Kombination mit Technologie. (Bezahlte Kooperation)

Die schwankenden Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt sorgen derzeit für Unsicherheit. Die Nachfrage nach Immobilien ist nach dem Boom der letzten Monate zwar abgeflaut, aber noch gegeben. Gleichzeitig steigen die Kreditzinsen für den Immobilienkauf. „Für viele Eigenheimbesitzer ist jetzt noch eine gute Zeit, um zu verkaufen“, sagt Immobilienmakler Norbert Bauer. Allerdings: „Gerade im ländlichen Raum ist es für Privatpersonen schwierig, den Wert des Eigenheims einzuschätzen.“ Als Norbert Bauer zu Beginn der Pandemie das Haus eines Kunden verkaufte, kam dem Immobilienmakler ein Gedanke: „Das muss doch einfacher gehen. Der Kunde will wissen, was seine Immobilie wert ist, der Makler will nicht ständig mit Marketing und Akquise Zeit vergeuden.“ Letzteres kennt er als langjähriger Makler nur zu gut: „Wenn du 11.000 Flyer ausschickst, ca. 1300 Euro für Werbung ausgibst und sich dann nur vier Interessen*innen melden, kannst du nicht zufrieden sein“, erzählt er.

In seiner Recherche stieß er vereinzelt auf Plattformen zu Immobilienbewertungen und auf Apps, die Immobilienbewertungen automatisiert über Datenbanken durchführten. „Ich dachte mir: warum nicht eine smarte App auf den Markt bringen, die die menschliche Expertise in den Vordergrund stellt, die Menschen beim Immobilienverkauf kostenlos unterstützt und den Makler*innen Zeit und Geld spart?“

„Das eigene Haus oder die eigene Wohnung zu verkaufen ist eine sehr emotionale Sache.
Das überlässt man ungern einem Algorithmus – hier braucht es einen Menschen, dem man vertrauen kann.“

Norbert Bauer, Gründer von Immowert4You

Zur Immobilienbewertung in zwei Minuten

Während der Corona-Pandemie hat Norbert Bauer gemeinsam mit dem App-Accelerator DeineSeite.at die Smartphone-App Immowert4You entwickelt – in ihrer Art ist sie europaweit einzigartig: „Wir lassen die Bewertung nicht automatisch von einem Algorithmus durchführen, sondern jede einzelne Immobilienbewertung wird von Expert*innen aus der Region durchgeführt“, sagt Norbert Bauer. Schließlich gibt es auch Bereiche, in denen die menschliche Expertise die künstliche übertrifft: „Das Eigenheim zu verkaufen ist eine sehr emotionale Sache“, sagt Norbert Bauer. „Das überlässt man ungern einem Algorithmus – hier braucht es einen Menschen, dem man vertrauen kann.“ Hinzu kommt: „Viele Datenbanken kommen mit den derzeitigen Preisveränderungen nicht mit, auf Onlinebewertungen allein ist also derzeit kein Verlass“, sagt er. Gerade in Regionen außerhalb der Ballungsräume sind die Daten oft sehr ungenau.

Für die User*innen ist die App sehr einfach zu bedienen: sie können alle wichtigen Daten zur Immobilie – wie etwa Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Zimmeranzahl etc. – samt Fotos binnen ein bis zwei Minuten hochladen. Auch Besonderheiten wie der Heizwärmebedarf, zusätzliche Gebäude oder der Luxuskeller mit Fitnessraum können in einem Textfeld beschrieben werden.

Der Kunde erhält binnen weniger Stunden ein Ergebnis vom Makler aus der Region. „Das Ergebnis wird mit einer Preisspanne von plus minus 15 Prozent ausgewiesen“, sagt Norbert Bauer. Mit der Bewertung erhält der Kunde auch gleich die Info, welcher Makler die Bewertung erstellt hat. Der Rest läuft wie auch sonst, sagt der Gründer: „Der Makler wird den Interessenten anrufen und einen Besichtigungstermin vereinbaren.“

Zeit- und Kostenersparnis für den Makler

Mit der App möchte Norbert Bauer nicht nur kostenlosen Service für Immobilienbesitzer*innen bieten, sondern auch die Arbeit der Makler*innen erleichtern: „Sie sollen sich auf ihre Expertise und die Kund*innen konzentrieren können und nicht Zeit und Geld mit mühsamer Akquise vergeuden“, sagt er. Wenn die Bewertungsanfrage beim Makler oder der Maklerin aus der Region aufpoppt, kann er oder sie diese innerhalb von vier Stunden annehmen und bearbeiten – oder ablehnen und somit an den nächstgereihten Makler weitergeben. „Die Bewertung kann rasch erfolgen, weil der Makler alle wichtigen Daten auf einem Blick sieht und er ja Experte in seiner Region ist“, sagt Norbert Bauer. Die Makler*innen selbst werden von der App  via Punktesystem nach Zuverlässigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit eingestuft – wer höher „rankt“, erhält die Anfrage zuerst.  Neue Makler*innen starten im mittleren Rankingfeld.

Die App Immowert4You ist in ihrer Art im Bereich Immobilienbewertungen europaweit einzigartig – und um bis zu zwei Drittel kostengünstiger als vergleichbare Plattformen in Deutschland. Bei einigen Mitbewerbern müssen die Makler*innen bis zu 50 Prozent ihrer Provision abgeben. Bei anderen Plattformen müssen sie pro Kundenkontakt bezahlen – den aber mehrere Makler*innen gleichzeitig erhalten. „Bei Immowert4You wollen wir dieses unangenehme Konkurrenzdenken vermeiden. Bei uns bekommt immer nur ein Makler den Kontakt vorgeschlagen und bezahlt auch nur diesen“, sagt Norbert Bauer. Ein weiterer Vorteil für den Makler: „Die App filtert ernsthafte Interessent*innen heraus.“ Denn: der Kunde gibt seine Verkaufsbereitschaft auf einer Skala von 0 bis 10 an, bevor er seine Bewertungsanfrage abschickt.

Norbert Bauer will den österreichischen Markt mit Immowert4You erobern – und dann sukzessive auf andere Länder ausweiten. Die App ist bereits in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich mit rund 65 Makler*innen im Einsatz. In den Bundesländern Salzburg, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg und Tirol freut sich Norbert Bauer über kooperationsfreudige Makler*innen.

Für die User*innen ist die App kostenlos. Immowert4You ist ab sofort im iOs Store und im Google Store für Android erhältlich.

Webseite: https://immowert4you.com

(Bezahlte Kooperation) Paul Dyrek ist mit seiner Fullservice-Agentur in vielen Bereichen Pionier – als Arbeitgeber bietet er seit 20 Jahren Home Office. Der Fokus liegt auf App-Entwicklung und einem Accelerator für Start-ups – samt Ecosystem.

Es begann mit Thor, dem nordischen Gott des Donners. Seine Schul- und später Studienkollegen nannten Paul Dyrek Thor – und so gründete er im Jahr 1999 die Agentur Thors-Design. Und wie das Donnergrollen das Gewitter ankündigt, war auch Paul Dyrek immer ganz vorn dabei, wenn ein Trend anrollte. „Damals konzentrierte ich mich hauptsächlich auf Printwerbung wie Flyer, Plakate usw.“, sagt Paul Dyrek. Im Jahr 2000 erstellte er die erste Webseite, 2001 den ersten Online-Shop, 2007 verkaufte er die Domain von Thors-Design.

Ihm war eine andere Domain aufgefallen, die ein Fotograf zum Verkauf anbot: DeineSeite.at. „Sie stand für ‚Deine Seite zum Erfolg‘ und wir wollten uns stärker auf den deutschsprachigen Markt fokussieren“, erzählt Paul Dyrek. Also kaufte er die Domain.

Was er nicht wusste: er kaufte noch viel mehr als das.

Monate nach dem Deal rief ihn eine Dame an: „Sie erzählte mir, dass die Toilettenspülung im Büro nicht funktioniere – also in unserem Büro. Allerdings: ich hatte meines Wissens gar kein Büro“, lacht er. Also kam raus, dass er mit der Domain auch ein Büro samt besagter Dame als Sekretärin quasi mitgekauft hatte – der Verkäufer hatte bis Jahresende die Miete übernommen.

Remote Work für alle

Im Jahr 2008 beschloss Paul Dyrek gemeinsam mit seinem Team, rein remote vom Home Office aus zu arbeiten – bis ihm eine Kundin ein Büro in ihrem Zinshaus offerierte. Auch hier gibt es eine lustige Anekdote: „Wir haben uns dort für die inzwischen rund 20 MitarbeiterInnen auf über 100 Quadratmetern eingerichtet, renoviert, sogar einen Ruheraum gab es. Irgendwann rief die Kundin an und fragte, ob ich ihr Dokumente aus dem ersten Stock bringen kann – erst da begriff ich, dass sie uns auch den ersten Stock vermietet hatte.“ Insgesamt 260 Quadratmeter Bürofläche also. „Plötzlich hatten wir zwei Küchen, zwei Badezimmer, manche MitarbeiterInnen übernachteten auch manchmal dort“, sagt er.

Für Paul Dyrek lautete das Credo immer schon: „Jeder darf dort arbeiten, wo er will – egal ob im Home Office, mobil oder im Büro.“ Als er irgendwann allein im Erdgeschoß saß und nur ein Kollege im ersten Stock, war es Zeit, das große Büro zu kündigen. Seit dem Jahr 2010 arbeitet das Team also weitgehend wieder remote. Nur für Repräsentationszwecke für KundInnen gibt es im ersten Wiener Bezirk ein Büro: „Das sind 100 Quadratmeter. Platz verschwenden wollen wir nicht, wir stellen es unseren Start-ups zur Verfügung“, erzählt er.

Wieso redet der Inhaber einer App-Entwicklung-Agentur über „unsere Start-ups“? Aus seiner Printagentur wurde eine Digitalagentur – und daraus hat sich neben dem Kerngeschäft mit KMU und internationalen Unternehmen zusätzlich ein Accelerator für Start-ups entwickelt. Rund 200 Start-ups begleitete Paul Dyrek bisher bereits von der Pieke auf und baute sie mit auf – darunter auch ungewöhnliche Businesses. Mit DeineSeite.at hilft er bei der Konkretisierung ihrer Business-Idee und des Businessplans, auch die Entwicklung und Umsetzung von maßgeschneiderten Apps übernehmen er und sein Team für die Start-ups – und das oft pro bono in der Prototypenphase. 2018 wurde er via Publikumsvoting bei der „NÖ Firmenchallenge“ zum „aktivsten Unternehmer Niederösterreichs“ in der Kategorie EPU gewählt, teilgenommen an der Challenge, die drei Monate Sport bedeutete, hatte er nur aus Spaß: „ich wollte mich anfangs nur mit meinen Kunden, die auch teilnahmen, matchen“, erzählt er. Als er auf Platz 20 gevotet wurde, begann er, die Sache ernst zu nahmen: „Dann kam der Ehrgeiz und ich habe mich angestrengt“, lacht er.

Von der Agentur zum Business Angel

Im Mai 2022 gewann DeineSeite.at mit dem Kundenprojekt Deinglas.at den Constantinus Award in der Kategorie IT, die höchste Auszeichnung, die eine Agentur in seiner Branche bekommen kann. Inzwischen hat Paul Dyreks Agentur ein Ecosystem für Start-ups geschaffen. DeineSeite.at wurde dazu kürzlich einem Makeover unterzogen. „Wir sind nicht nur eine Fullservice-Agentur, sondern treten nun auch offiziell als Business Angels und Accelerator für spannende Start-ups und angehende GründerInnen auf“, sagt Paul Dyrek. Investiert wird in vielversprechende Projekte, „dann übernehmen wir auch schon mal ein Viertel oder die Hälfte der Projektkosten – und das, wenn wir einen Prototypen gebaut haben, der funktioniert“. Dazu hat Paul Dyrek auch ein starkes Netzwerk aus Sponsoren, Investoren, Beratern für die Start-ups an der Hand. „Wir unterstützen sie gemeinsam mit unseren NetzwerkpartnerInnen etwa beim Pitchtraining, bei der Pressearbeit, beim Unternehmensaufbau und bei der Finanzierung“, sagt er. Ein eigens aufgesetzter Fonds hilft mit Finanzierungen, samt Bankdarlehen, Investoren-Pool, Crowdfunding und Crowdinvestment.

Die Business-Ideen, die er unterstützt, prüft er genau: „Wir lehnen auch unternehmerisch zweifelhafte Kundenanfragen ab – zum Beispiel die Idee einer App für den Verkauf von Grundstücken auf dem Mond“, lacht er.

Die Webseiten erstellt sein Team mit selbst entwickelten CMS-Systemen: „Schon bevor Baukastenanbieter wie WordPress in Europa aufkamen, hatten wir 2007 eigene CMS-Systeme für unsere KundInnen – sie bewähren sich immer noch bestens“, sagt er.

Home Office und flexible Zeiten

Probleme, MitarbeiterInnen in der IT und Webentwicklung zu finden, hatte Paul Dyrek in den vergangenen 20 Jahren nicht. „Unsere offenen Stellen sind sehr beliebt: wir bieten ja auch seit fast 20 Jahren Home Office und völlig freie Zeiteinteilung. Mich interessiert auch nicht, was eine Person davor gemacht hat“, sagt er. Wie bitte? „Ja, das ist uns egal. Mir kommt es darauf an: was interessiert den Bewerber – und was ist er bereit zu lernen?“ Auf eine offene Stelle noch vor Coronazeiten im Jahr 2019 meldeten sich unglaubliche tausend BewerberInnen.  Die Unternehmenskultur selbst ist bunt wie die Belegschaft: Das Credo im gemeinsamen Umgang: „Jeder hat alle Freiheiten.“ Das Team ist sehr bunt an Lebensentwürfen und Menschen – Diversity wie kaum woanders. Menschen mit Migrationshintergrund, unterschiedlicher sexueller Orientierung und Lebensläufen, die man nicht vermuten würde.

Paul Dyrek liebt eben Unikate. Und sagt auch über sich selbst: „Ich bin gern anders als die anderen“. Zum Bewerbungsgespräch rund um einen große Auftragsvergabe kam er mit seinem dicken Notizbuch aus Büffelleder, während die anderen Bewerber in Anzügen und mit Laptops und Tablets präsentierten. Zur zweiten Runde kam er joggend im Laufgewand, weil er erst eine Stunde davor den Anruf bekommen hatte. Er bekam den Auftrag.

Denken aus der Zukunft

Sein Credo ist ständiges Neuerfinden und Pivotieren von Ideen. „Wir probieren sie aus, optimieren sie und bieten sie ein Jahr später unseren KundInnen an. Solange wir nicht wissen, ob es richtig gut funktioniert, machen wir das auch kostenlos“, sagt er. Den 2001 für den Eigenbedarf gegründeten Onlineshop testete er und bot das Erstellen von Onlineshops ein Jahr später den Kunden an. „2004 erstellten wir unser eigenes Autoren-Portal und 2005 boten wir Portale (Web-Apps) für die KundInnen an“, erzählt er. Paul Dyreks Agentur war im Jahr 2010 auch die erste in Österreich „und eine der wenigen Agenturen Europas“ mit eigenem Bewertungssystem für Dienstleistungen, das auch von Google akzeptiert wurde. Was nicht funktioniert, wird abgehakt, „zum Beispiel die Unternehmensseite auf Facebook: dadurch haben wir keinen einzigen Kunden gewonnen.“ Dieses Mindset gibt Paul Dyrek auch an seine Kund*innen weiter. Mit ihnen spielt er oft das Gedankenspiel der „Regnose“ statt einer Prognose: „Ich versetze meine KundInnen dann gedanklich in die Zukunft und führe sie mit Fragen durch: wo befinden wir uns gerade? Was haben wir getan, um hier zu sein? Was hat gut funktioniert, was nicht?“

Aus gegenwärtigen Trends und Entwicklungen könnten so neue Business-Ideen entstehen. Start-ups rät er: „Schaut nicht immer auf die Masse an Kund*innen. Milliarden-Unicorns können schnell pleite gehen, wenn der Markt plötzlich einbricht. Viele Plattformen leben davon, Millionen User zu haben. Doch es lässt sich sogar mehr Geld mit Nischen und wenigen hunderten oder tausenden Usern verdienen – und das geht auch für EinzelunternehmerInnen, die dann fast ohne Aufwand und ohne MitarbeiterInnen 15.000 Euro im Monat verdienen können“.  Apps sieht Paul Dyrek generell als digitalen Zukunftsmarkt: „Viele Dienstleistungen laufen zunehmend appbasiert ab. Das Smartphone ist zum erweiterten Körperteil geworden.“ Sein Tipp: „Eine Idee macht als App dann Sinn, wenn man sie regelmäßig nutzt – am besten mehrmals die Woche. Sie sollte auch mit dem User kommunizieren können.“ Derzeit arbeitet Paul Dyrek mit einem neuen Kollegen auch an so einem Nischenprojekt: eine App für Obstanbau.

Für seine Kund*innen hat er nicht nur ein Ecosystem mit Netzwerkpartner*innen, sondern sogar einen eigenen internen Award geschaffen: Mit dem „IT-Leaf-Award wird ab sofort jedes Monat ein Startup-Kunde für seine besonderen Bemühungen und die Zusammenarbeit ausgezeichnet. „Jeder Kunde steht als Persönlichkeit für das Blatt, der für den Baum, also ihr Unternehmen, Kraft spendet. Damit wollen wir unseren Kunden zeigen, dass sie als Persönlichkeiten etwas Besonderes sind“, sagt er. Dazu gibt es 15 Kategorien wie Pünktlichkeit, Ausdauer oder Humor. Eine Auszeichnung bekommt nur, wer zumindest in drei Kategorien die Nase vorn hat. Eines ist klar: die Ideen gehen Paul Dyrek nicht aus.

(Bezahlte Kooperation) Weniger Arbeit, mehr Zeit, bessere Ergebnisse und das Ende des Bittstellertums: Max Antosch von „Movers and Makers“ bringt den Lean Startup Ansatz zu Freelancern und Agenturen. 

Max Antosch (li.) und sein Team von "Movers and Makers" (© Movers and Makers)
Max Antosch (li.) und sein Team von "Movers and Makers" (© Movers and Makers)

Wieviel ist meine Leistung wert? Das fragen sich gerade im Kreativ- und Coachingbereich für Freelancer und Agenturen, denn hier gibt es zwar Richtwerte, aber große Unterschiede in der Branche. Also lieber 120 Euro pro Stunde, 90 Euro pro Stunde oder doch lieber 260? Das ist die falsche Frage, wenn es nach Max Antosch geht. Er ist mit seiner Beratung Movers and Makers angetreten, um die Zeit-gegen-Geld-Maxime des 20. Jahrhunderts zu durchbrechen. Viel zu viele Dienstleister*innen würden dem Geld hinterherhecheln, dabei viel wertvolle Zeit in Kundengewinnung und Projektumsetzung investieren und immer wieder für jeden Auftrag von vorne beginnen. „Zeit gegen Geld zu tauschen, bringt einen irgendwann ans Limit: man kann nur einen gewissen Betrag im Monat erwirtschaften oder arbeitet sich kaputt“, sagt Max. Stattdessen sei es für alle Beteiligten besser: „Deutlich mehr Kund*innen als bisher echten Mehrwert und Ergebnisse zu liefern – und das bei gleichem oder weniger Zeitaufwand.“

Max hat bei Startups gelernt, dass Zeit gegen Geld zu tauschen dem viel zitierten „Growth Mindset“ zuwiderläuft. Und er hat den Lean Startup Ansatz kennengelernt, der besagt: Wer wachsen will, muss skalieren können. Der Fokus liegt auf dem Kunden. Und: Prototypen aus eigenen Produkten bauen und rasch an der Kundenzielgruppe testen und in iterativen Schleifen immer wieder adaptieren führt garantiert zum Erfolg. Max hat die Sportabo-Plattform Eversports von anfangs zehn auf 60 Mitarbeitende mit aufgebaut – samt interner Business-Academy für die Eversports-Kund*innen, "damals habe ich begonnen, sie zu Lean Startup Modellen zu beraten", erzählt er. Von Eversports wechselte er selbst in die Berater-Selbstständigkeit, er wurde Mentor und Berater für Startups im Bereich skalierbare Geschäftsmodelle. Schließlich kamen auch immer mehr Menschen aus der Freelancer- und Kreativbranche auf ihn zu. Gleichzeitig bemerkte er, wie er selbst in seiner Arbeit an seine Grenzen stieß: „Damals habe ich meine eigene Dienstleistung nicht skaliert, habe viel individuell für meine Kunden gemacht und alles hing an meiner Person. Damit kam ich selbst an die Grenze, was mein Einkommen und meine freie Zeit betrifft: ich kam locker auf 70 Stunden Arbeit pro Woche ,“ erzählt er. Dann kam der Gedanke, der alles verändern sollte: „Ich habe mich doch nicht selbstständig gemacht, um zu arbeiten als wäre ich angestellt.“ Er beschloss also, den Gedanken der Skalierbarkeit von Dienstleistungen auch bei sich selbst anzuwenden – „und dasselbe ist für alle  Berater*innen und Kreativen möglich“, sagt er. Max gründete  Movers and Makers im Jahr 2021 – inzwischen sind sie zu dritt und in ein größeres Büro umgesiedelt.

„Ich habe mich doch nicht selbstständig gemacht, um zu arbeiten als wäre ich angestellt.“

Max Antosch, CEO von "Movers and Makers"

Wert schöpfen statt Zeit verschwenden

Sich vom "Zeit gegen Geld" Schema des 20. Jahrhunderts zu verabschieden, mache gerade bei Kreativdienstleistungen Sinn, sagt Max. Das bedeutet, von zeitbasiertem auf wertbasiertes Einkommen umsteigen – also die eigene Leistung nicht mehr in Stunden zu verrechnen, sondern in größeren Leistungspaketen zum Pauschalpreis. Allerdings reicht das noch nicht, denn: „Auch hier ist man irgendwann am Leistungslimit: man kann schlecht allein 20 Webseiten im Monat bauen“, sagt er. Hilfreicher ist der Lean Startup Ansatz, der noch weitergeht: „Es sind zwei Schritte, erstens: ich muss mein Know-how in mein Kernangebot  gießen. Wenn ich weiß, dass das Ding nach einigen Iterationen, also Testschleifen, funktioniert und ich es immer wieder verkaufe, kann ich beginnen, die Umsetzung nach und nach an mein Team und auch an den Kunden selbst abzugeben.“ Was bedeutet: man wird vom Umsetzer zum Experten, der die Führung des Prozesses übernimmt. 

Wie das aussehen könnte? „Die Leistung kann zum Teil automatisiert und auf den Kunden ausgelagert werden – mit Videoanleitungen oder Worksheets, die der Kunde selbst bearbeitet. Wichtig ist, dass aus dem 1:1-Angeboten auch 1:N-Angebote werden können – d.h. man kann eigene Kunden-Communities aufbauen und sie teilweise in Einzel-, aber auch in Gruppen-Sessions beraten“, erläutert Max. Die Teilautomatisierung ihrer Services haben Max und sein Team von Movers and Makers inzwischen auch selbst umgesetzt – so kann Max Dutzende Kund*innen statt nur einer Handvoll servicieren. „Der – vor allem administrative – Zeitaufwand pro Kunde lässt sich deutlich verringern, die Kund*innen haben mehr Austausch und kontinuierliche, hochwertige Begleitung und man selbst eine klare Struktur und einen roten Faden für das eigene Business“, so Max Antosch. Auch hier gleicht kein Klient dem anderen: Manche Klient*innen wollen lieber ihre Leistung in ein komplettes Trainingsangebot verpacken, andere wollen Teile davon für die Kundschaft selbst umsetzen - etwa Texte für sie verfassen. “Wir verhelfen unseren Klient*innen zu mehr Klarheit, welches Kernangebot für sie am besten passt”, so Max. Er nennt das auch “das hybride Liefermodell für Kundenergebnisse”.

Dabei betont er: „Unser Ansatz ist kundenzentriert und nicht leistungszentriert. Wir wollen nicht einfach nur um jeden Preis verkaufen und auch nicht einfach nur auf den Markt reagieren. Wir wollen die idealen Kund*innen identifizieren und ihnen bei der Lösung ihres Problems helfen.“

Erste Mission: Finde den idealen Kunden

Die Skalierung des Kernangebots geht allerdings nur auf, wenn die Zielgruppe möglichst spitz und homogen ist. Hier empfiehlt Max die Beantwortung folgender Fragen, um die idealen Zielkund*innen zu entdecken: „Erstens: Auf welche Kund*innen hast du am meisten Lust? Zweitens: Wem kannst du mit deinem Angebot am besten helfen? Drittens: Welche Gruppe kannst du am besten erreichen? Viertens: Wie zahlungskräftig ist diese Zielgruppe?“ Die Homogenität der Zielgruppe sei besonders wichtig: „Daher braucht es auch einen klaren Vertriebsprozess um rauszufinden, ob der Kunde tatsächlich zum Kernangebot passt.“ Bei Max lernt man, wie man Schritt für Schritt mit Erst- und Verkaufsgespräch die richtigen Kund*innen identifiziert. Denn: „Unser Ansatz ist kundenzentriert und nicht leistungszentriert. Wir wollen nicht einfach nur um jeden Preis verkaufen und auch nicht einfach nur auf den Markt reagieren. Wir wollen die idealen Kund*innen identifizieren und ihnen bei der Lösung ihres Problems helfen.“ Max lässt seine Klient*innen laufend potenzielle Kund*innen befragen, damit sie ihre Zielgruppe besser kennenlernen und so ihr Kernangebot laufend adaptieren können. Max rät auch dazu, das eigene Kernangebot einfach zu halten: „Viele machen den Fehler, zuviel in ihr Angebotspaket reinzupacken und überfordern ihre Kund*innen damit. Besser ist ein kleineres Angebot, das den Kund*innen sofort einen ersten Erfolg liefert.“

„Du hörst auf Bittsteller und Befehlsempfänger deiner Kund*innen zu sein – und wirst zum Experten und Partner, der seinen Kund*innen wertvolle Ergebnisse liefert und sie durch den Prozess führt. Dieser Sprung im Mindset fällt vielen anfangs schwer.“ 

Max Antosch , CEO von "Movers and Makers"

Vom Bittsteller zum Experten

Besonders wichtig sei neben dem kundenzentrierten Kernangebot, ein neues Mindset zur eigenen Rolle zu entwickeln. Seinen Klient*innen bläut er ein: „Du hörst auf Bittsteller und Befehlsempfänger deiner Kund*innen zu sein – und wirst zum Experten und Partner, der seinen Kund*innen wertvolle Ergebnisse liefert und sie durch den Prozess führt. Dieser Sprung im Mindset fällt vielen anfangs schwer.“ 

Auch bei der Kunden-Akquise setzt Max auf ein klar strukturiertes und wiederholbares System– ohne marktschreierische Selbstbeweihräucherung oder nervige copygepastete Sales-Nachrichten auf Social Media: „Wichtig ist auch hier die Kundenzentrierung: setze dich mit dem Bedarf deiner potenziellen Kunden auseinander, baue eine wertschätzende Beziehung auf und falle nicht mit der Tür ins Haus, um ihnen irgendwas anzudrehen.“ 

„Als kleiner Freelancer habe ich mit 50 Euro pro Stunde gestartet und nach und nach mein Stundenhonorar gesteigert. Aus dieser limitierenden Denkweise musste ich raus. Heute bin ich viel sicherer in Verkaufsgesprächen, weil ich weiß, welchen Wert ich anbiete.

Florian Schück, Gründer von Leadwerk

Diese Erfahrung hat auch Thomas Kemp gemacht, der von Max auf LinkedIn „sehr charmant“ angeschrieben wurde. Er hat mehr als 18 Jahre Erfahrung als SaaS-Experte und Copywriter. „Ich habe in Sachen Copywriting wirklich alles gemacht – von Anzeigen, über Websites bis hin zu Filmscripts“, erzählt er. Mit Hilfe von Movers and Makers hat er ein Programm entwickelt, mit dem er B2B Softwareunternehmen als Sparringspartner unterstützt, in kürzester Zeit funktionierende Inhalte für ihre Website zu erarbeiten.

Florian Schück betreibt die Online-Marketingagentur Leadwerk. Bevor er Max und die Movers and Makers kennenlernte, „habe ich alles angeboten – von Social Media Marketing bis SEO-Optimierung. Die Gefahr bei Dienstleistungen ist, dass man beim Kennenlerngespräch mit potenziellen Kund*innen bereits in ein Beratungsgespräch rutscht.“ Mit Max’ Hilfe schnürte er ein Starterpaket, spitzte seine Zielgruppe zu und verkaufte seine ersten Pakete. „Als kleiner Freelancer habe ich mit 50 Euro pro Stunde gestartet und nach und nach mein Stundenhonorar gesteigert. Aus dieser limitierenden Denkweise musste ich raus. Heute bin ich viel sicherer in Verkaufsgesprächen, weil ich weiß, welchen Wert ich anbiete. Ich versuche auch nicht mehr, einen potenziellen Kunden zu überzeugen – sondern ich finde raus, ob wir zusammenarbeiten wollen und ich ihm helfen kann“, sagt er. 

Theresa Sturm wiederum hat sich während ihrer Teilnahme bei den Movers and Makers mit ihrer Agentur Via Digital weiter auf Performance Marketing für LinkedIn spezialisiert. „Ich habe mich im August 2021 selbstständig gemacht und Max bereits im Oktober kontaktiert. Ich wollte nicht wie in der Anstellung mit Zeit gegen Geld weitermachen“, erzählt sie. Sie wollte weg von ihrem „Online-Marketing-Bauchladen“: „Ich bin dank Max viel spitzer aufgestellt, fokussiere mich auf LinkedIn-Kampagnen und meine Zielgruppe kommt aus dem HR-Bereich, weil ich weiß, wie man sie am besten anspricht.“ Inzwischen verkauft sie mehrmonatige Programme mit Videoanleitungen und Worksheets und hat ihre Preise erhöht. „Ich muss nicht immer wieder ein komplett neues Angebot erstellen, adaptiere sie für die Kunden nur leicht. Den meisten Kund*innen ist es egal, dass es keinen Stundensatz und Stundenkontingent gibt“, sagt sie. Na dann!

Hier geht es zur Webseite von „Movers and Makers“: www.moversmakers.eu

(Bezahlte Kooperation) Der höhenverstellbare Schreibtisch Desk One hat nahezu überall Platz und bietet Entlastung für den Rücken.

Viele von uns Home Office Arbeitenden kennen es: Das Zwicken und Zwacken im unteren Rücken, die Verspannungen in Nacken und Schulter. Manche wie ich hatten sich während der Pandemie mangels Platz den Esstisch als Arbeitsplatz auserkoren. Auf meiner Suche nach höhenverstellbaren Schreibtischen bin ich maßtechnisch eher verzweifelt. Nichts passte in meine kleine freie Ecke. Dann kam Desk One von Yaasa: mit den Maßen 91 x 51 cm schmiegt er sich perfekt hinein - und bietet immer noch genug Platz für Laptop, Tischlampe, Bücher und Büro-Accessoires.

Das Stehen in virtuellen Meetings entlastet die Wirbelsäule, verstellbar ist die Tischhöhe ganz einfach via Knopfdruck (auf der Unterseite der Tischfläche) von 70 cm bis 120 cm Höhe. Das Tischwunder kann also auch in Sekundenschnelle als Beistelltisch, Büchertisch oder als Meeting-Stehtisch verwendet werden. Der Tischfuß ist so konzipiert, dass er dem Drehstuhl nicht in den Weg kommt. Der Aufbau klappt übrigens sehr gut alleine mit wenigen Handgriffen. Der Desk One ist um 398 Euro in den Farben Offwhite und Dunkelgrau/Schwarz erhältlich.

Büromöbelhersteller Yaasa wurde übrigens im Jahr 2016 im Schweizer St. Gallen gegründet und ist mittlerweile in der Steiermark angesiedelt. Produziert werden die smarten und ergonomischen Büromöbel in Europa.

Mehr zum Desk One und anderen Möbeln findest du auf: www.yaasa.com

(Bezahlte Kooperation) Sag niemals Hülle zu ihm: der Woppie®Go stabilisiert das mobile Arbeiten und Schreiben - egal ob Balkon oder Workation am Strand.

Die Hitzewelle macht uns allen gerade im urbanen Home Office zu schaffen. Da kommt der Woppie®Go für alle Laptop-Schreiberlinge nur recht: denn mit dieser smarten und gleichzeitig einfachen Innovation aus dem Hause Jodama mit Sitz in Aachen fällt dir das mobile Arbeiten regelrecht in den Schoß. Die integrierte stabile Platte im Woppie®Go fängt Stöße ab und schützt das Display deines Laptops oder Tablets. Auch für Luftzufuhr ist gesorgt. Also perfekt für deine Konzeptnotizen auf dem Balkonstuhl und Terrassenlounge, in der Bahn auf dem Weg in den Urlaub oder gleich direkt am Strand. Natürlich kannst du Woppie®Go auch als Schreibunterlage für unterwegs verwenden – er ist auch wasserresistent.

So bequem es für mobile Arbeiter*innen wird - bequem hat es sich das Jodama-Team nicht gemacht, denn: Jodama setzt auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Allerdings sind herkömmliche Laptophüllen meist so gar nicht nachhaltig und nur schwer recyclebar: die Teile sind in der Regel geklebt, herkömmliche Magnetverschlüsse haben einen untrennbaren Materialmix.

Also setzt Jodama auf Nähte statt Kleber und auf leicht herauslösbare Punktmagnete für den Verschluss. Die Magnete lassen sich auch getrennt weiterverwenden und alle Teile lassen sich recyclen. Ein Woppie®Go mit der für 13"/14"-Laptops kostet 64 Euro, einer für 15"/16" Laptops 69 Euro.

Und wenn du jetzt Lust bekommen hast, mobiles Arbeiten auch abseits des Home Office auszuprobieren und dabei gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, haben wir jetzt eine gute Nachricht für dich:

Wir verlosen gleich 2 Woppie®Gos!

Wenn du einen Laptop mit Größe 13"-16" hast und einen Woppie®Go gewinnen möchtest: Schreib uns bis 15. August mit deinem vollen Namen und dem Betreff "Woppie®Go" an hello@newworkstories.com in ein, zwei Sätzen, warum du gern einen Woppie®Go hättest. Die beiden Gewinner*innen werden verständigt und Jodama wird sich bei ihnen für die Zusendung der Woppie®Gos melden. Die Verlosung erfolgt ohne Gewähr, der Gewinn kann nicht abgegolten werden - siehe Teilnahmebedingungen unten.

Hier geht's zum Woppie®Go und weiteren Produkten von Jodama:

www.jodama.de/produkte

Die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel:

Unter allen Einsendungen wird der Gewinner unter Ausschluss des Rechtswegs ausgelost. Die Gewinner werden vom Veranstalter per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung oder Übertragung des Gewinns auf eine andere Person ist ausgeschlossen.

1.     Die E-Mail-Adresse des Teilnehmers wird ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels, d.h. die Verlosung und die Kontaktaufnahme zum Teilnehmer zum Zwecke der Gewinnbenachrichtigung genutzt. Die erhobenen E-Mail-Adressen werden nach Abschluss des Gewinnspiels vollumfänglich gelöscht.

2.     Für die Richtigkeit der angegebenen E-Mail-Adresse ist der Teilnehmer verantwortlich. Falls aufgrund einer fehlerhaften E-Mail-Adresse kein Kontakt zum Gewinner hergestellt werden kann, behält sich der Veranstalter vor, die Auslosung zu wiederholen.

3.     Meldet sich der Gewinner nach Kontaktaufnahme per E-Mail innerhalb von zwei Wochen nicht zurück, behält sich der Veranstalter ebenfalls vor, die Auslosung zu wiederholen.

4.     Die Mitarbeiter des Veranstalters sowie verbundener Unternehmen und deren Angehörige sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen.

5.     Der Veranstalter ist berechtigt, einzelne Personen von der Teilnahme auszuschließen, sofern berechtigte Gründe, wie z.B. ein Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen, doppelte Teilnahme, unzulässige Beeinflussung des Gewinnspiels, Manipulation etc., vorliegen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt werden.

6. Der Veranstalter behält sich vor, jederzeit die Gewinnspielbedingungen zu ändern, das Gewinnspiel aus wichtigem Grund ohne Vorankündigung zu beenden oder zu unterbrechen.

7. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; die Rechte aus der Datenschutzerklärung bleiben unberührt.

8. Veranstalter des Gewinnspiels im Sinne dieser Teilnahmebedingungen ist:

New Work Stories / Nicole Thurn e.U.

Grassigasse 7/4

1140 Wien

Datenschutz: Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der personenbezogenen Daten der Teilnehmer erfolgt auf Grundlage der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Die erhobenen persönlichen Daten der Teilnehmer werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels einschließlich Verlosung, Benachrichtigung der Gewinner*innen per E-Mail und Preisversand verwendet. Zur Übermittlung des Gewinns werden ausschließlich die persönlichen Daten der beiden Gewinner*innen - Namen und Mailadresse - an den jeweiligen Kooperationspartner weitergegeben. Nach Abschluss des Gewinnspiels werden alle diesbezüglichen Daten vollumfänglich gelöscht. Darüber hinaus findet eine Verarbeitung und Nutzung der personenbezogenen Daten nicht statt, insbesondere werden diese auch nicht unbefugt an Dritte weitergegeben.

Der Teilnehmer kann jederzeit Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten verlangen und/oder der Speicherung und/oder Nutzung seiner Daten mit Wirkung für die Zukunft widersprechen und die Löschung bzw. Sperrung seiner personenbezogenen Daten per Mail an nicole@newworkstories.com verlangen.

NEW WORK EXPERT. Am Ende des Arbeitstages sind noch so viele To-Do‘s übrig? Marie-Therese Schlierkamp macht Zeitfressern Beine. Mit dem ganzheitlichen Ziel: mehr Fokus, Zeit und Klarheit für die eigene Lebensvision und für mehr Produktivität.

Die Zeit läuft davon, als einziger Kollege sitzt die Ablenkung im Home Office neben dir und am Ende des Tages sind noch so viel To-Do‘s übrig?

Vor acht Jahren kannte Marie-Therese Schlierkamp dieses Gefühl nur zu gut. Zwischen Nebenjobs, Seminararbeiten und Hausarbeit blieb nur noch der Frust. „Ich hatte weder Ziel- noch Prioritätenplanung, die Tage wurden immer länger und den Output habe ich dennoch nicht erreicht“, erzählt sie.  Heute führt sie als Produktivitätscoach Menschen an besseres, gezielteres Zeitmanagement, identifiziert Produktivitätsfresser und hilft mit einfachen Planungstools, den Arbeitsalltag so zu gestalten, dass die To-Dos abgearbeitet sind und auch noch Zeit für Sport, Familie und Freunde und Me-Time bleibt. „In der Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich gemerkt, was für ein unglaubliches Potenzial in High Performance, um die eigene Lebensvision und die zugehörigen Ziele angehen zu können und auf gesunde Art und Weise zu erreichen.“

Gerade selbstverantwortliches Arbeiten führt anfänglich oft zu Überforderung. Wie schafft man sich Struktur, wie einen Plan, an den man sich auch halten kann? Freiraum hat einen großen Vorteil: wenn wir uns die Arbeit selbst einteilen können, können wir unsere produktivsten Zeiten nutzen.  Im New Work Expert Interview erzählt Marie, wie wir mit fundierter Planung, die unserem Arbeits- und Chronotyp entspricht, nicht nur produktiver und fokussierter arbeiten, sondern uns dadurch auch mehr Erholung und Freiraum für Hobbies, Familie und Freunde schaffen.

New Work Stories: Marie, als Produktivitätscoach beschäftigst du dich mit High Performance. Das klingt nach Hochleistungsdruck und irgendwie ungesund. Was verstehst du darunter?

Marie-Therese Schlierkamp: Mit High Performance können wir möglichst nah an unser Leistungsmaximum kommen, immer mit dem Hintergrund, dass es sowohl physisch als auch psychisch auf eine gesunde Art und Weise geschieht. Maximalen Output können wir in sogenannten Deep Work-Phasen erreichen: hier nutzen wir in intensiven Fokusphasen unsere mentalen Kapazitäten bestmöglich. Dazu benötigen wir immer entsprechende Erholungsphasen auf den Tag und die Woche gesehen, so dass wir uns wirklich mental und physisch die nötige Erholung und die Energie holen. High Performance sehe ich also im Ausgleich zwischen hochkonzentrierten Arbeitsphasen und entsprechenden Erholungsphasen.

Wie planst du deinen Arbeitstag und deine Arbeitswoche anders im Vergleich zu früher?

Früher hatte ich maximal drei berufliche Ziele mit einem relativ kurzen Zielhorizont von einem Monat bis einem Jahr. Daras habe ich all meine To-Do’s für die Woche und den jeweiligen Tag festgelegt – egal ob zum Thema Job, Haushalt, Beziehung oder sonstige private Lebensbereiche. Viele Menschen haben solche All-in-one-To-Do-Listen. Der Nachteil: es fällt damit schwer, richtig zu priorisieren und nach Wichtigkeit zu entscheiden, was zu tun ist. Und man lässt sich eher zu Dingen verleiten, die für die Zielerreichung gerade gar nicht wichtig sind. Heute habe ich alle To-Dos in mehrere Projekte aufgeteilt, etwa: Haushalt, Job, Beziehung.

Wie planst du deine Woche und Tage heute?

Ich plane die kommende Woche immer freitags vor und den nächsten Tag mit den konkreten To-Do‘s am Vorabend. Jeden Abend mache ich auch den Tagesabschluss: ich hake To-Do‘s als erledigt ab oder verschiebe sie auf den nächsten Tag, wenn sie noch in Bearbeitung sind. Als erstes mache ich den Wochenplan: In meinem Wochen- bzw. Tracking-Kalender sind die Tagespläne integriert. Die verschiedenen Bereiche erhalten farblich zugeordnete Zeitblöcke: Als erstes füge ich aber immer die Pausen und den Feierabend ein, damit ich genügend Regenerationsphasen haben. Auch Me-Time, also Zeit für mich, für Sport und Weiterbildung, blocke ich im Wochenplan als Erstes. Dann habe ich zum Beispiel täglich Zeitblöcke für Deep-Work-Phasen eingeplant, also für fokussierte Arbeit. Dieser feste Arbeits- und Pausenrhythmus ist das Grundgerüst für die Wochenplanung und entspricht meinem biologischen Chronotypen, also meinem inneren biologischen Rhythmus. Meinen Ansatz nenne ich Deep Meditative Interval Work.

Was bedeutet "Deep Meditative Interval Work" genau?

Im Prinzip setzt sich dieses Modell aus drei Aspekten zusammen: erstens der Deep Work-Aspekt des bekannten Psychologieprofessors Cal Newport, der den Ansatz des hochfokussierten, konzentrierten Arbeitens entwickelt hat. Hier geht es darum, Ablenkung zu minimieren und Konzentration auf eine Aufgabe zu maximieren. Die Deep-Work-Phase wird vorbereitet: Wir entfernen alle visuellen und akustischen Ablenkungs- und Störquellen: dazu gehört auch das Smartphone. Und wir sorgen dafür, dass wir nicht gestört werden – indem wir das unseren Kolleg*innen oder Vorgesetzten vorab kommunizieren. Und wir bereiten alles, was wir zum Arbeiten benötigen, griffbereit vor: Kaffee, Wasser, Arbeitsmaterialien. Nach 60 Minuten, spätestens nach 90 Minuten empfehle ich eine Pause. Um in den Deep-Work-Modus zu kommen, kann man mit positiven Triggern arbeiten, die man zu Anfang setzt: etwa bestimmte Kleidung, Gerüche, ein Ritual. Ich verreibe Zitronenöl in der Hand – diesen Geruch habe ich mit Deep Work geankert.

Der zweite Aspekt ist das Intervall-Arbeiten, das auf den optimalen Arbeitspausen-Rhythmus abzielt. Hier ist es zu Beginn wichtig darauf zu achten: ab wann lässt bei mir die Konzentration nach: nach 45, 60 Minuten, 75 oder 90 Minuten? Nach dieser ersten Zeitanalyse ist es wichtig, den Tag in die am besten passenden Arbeits-Pausen-Intervalle aufzuteilen.  

Der dritte Aspekt ist der meditative: wir lenken bei der Meditation den Fokus auf unseren Atem. Wenn wir also merken, dass wir auf Gedankenreise gehen und den Fokus verlieren, können wir ihn bewusst wieder auf den Atem lenken. Dieses Prinzip können wir im Arbeitsprozess anwenden: denn wir haben oft das Bedürfnis, schnell zu anderen To-Do‘s zu springen, schnell mal noch was nachzuschauen oder eine E-Mail abzuschicken. Dieses „gedankliche Springen“ können wir auch abtrainieren, indem wir uns wieder zurückholen zu dem, was gerade als Aufgabe vor uns liegt. Wir trainieren statt des Atem-Fokus, also den „Aufgaben-Fokus“. Mit der Zeit lässt das Aufgaben-Springen auch nach. Indem wir den „Fokus-Muskel“ trainieren, bleiben wir wieder besser bei einer Aufgabe.

Wie können auch Teams Deep-Work-Phasen nutzen –  etwa, wenn die Teammitglieder unterschiedliche Chronotypen sind, also ihr Energielevel über den Tag unterschiedlich verteilt ist?

Hier empfehle ich morgens ein kurzes Stand-Up Meeting zu machen: was steht heute an, was braucht vielleicht der eine noch vom anderen, was gibt es zu wissen, damit jeder seine Aufgaben erledigen kann. Da reichen ja meist, gerade in kleinen Teams, zehn, fünfzehn Minuten. Danach wäre empfehlenswert, eine Deep-Work-Phase von mindestens 1,5, eher zwei oder drei Stunden einzuführen, um die zuvor besprochenen Aufgaben konzentriert abarbeiten zu können. Am Nachmittag könnte man teamintern oder auch mit Kunden einen festen Zeitblock für Meetings festlegen, der sich an den jeweiligen Arbeitsphasen orientiert und wodurch man zum Beispiel die Mittagspause individueller gestalten kann. Nach dem Mittagessen, also in der Phase des kollektiven „Lunch-Koma“, rate ich zu weniger anstrengenden To-Do’s –  wie Calls und Meetings.

Du nutzt neben Deep Work auch den Begriff Shallow Work. Was ist das?

Shallow Work ist im Vergleich zu Deep Work ein Zustand, in dem wir weniger konzentriert arbeiten, wo wir häufig unterbrochen und abgelenkt werden können. Da erledigen wir normalerweise eher anspruchslosere Routine-Aufgaben, beantworten eine Mail oder suchen ein Bild für ein Social-Media-Posting raus.

Du bietest ein 10-Wochen-Programm an, ein intensives Coaching-Programm, wo alle Aspekte von Lebensvision, konkreten beruflichen und privaten Zielen bis hin zur systematischen Tages- und Wochenplanung abgedeckt werden.

Genau, ich biete eine intensive 1:1 Begleitung in zehn Wochen an, weil größere Veränderungen in der eigenen Handlungs- und in der Denkweise geschehen sollen.  Wir erschaffen dadurch ein komplett neues Planungs-, Organisations-, Aufgabensystem – solche größeren Veränderungen in unserer Handlungs- und Denkweise finden nicht von heute auf morgen statt.  Je nach individueller Lebenssituationen treten anfangs oft Fragen und Herausforderungen auf – etwa, wie wir das Ganze gut etablieren und so aufsetzen, dass wir es langfristig aufrecht erhalten und in den Alltag integrieren können. Hier ist es wichtig, in den zehn Wochen jemanden an der Hand zu haben, der Feedback gibt, Fragen beantwortet und einfach als Support da ist. Ich habe verschiedenste Tages- und Wochenplanungen schon hundertfach durchgemacht hat und weiß, an welchen Stellen Probleme und Herausforderungen auftreten. Es braucht einfach Zeit. Aber am Ende profitieren wir langfristig auf allen Ebenen – privat wie beruflich – von dieser neuen Form, unsere Zeit zu planen und zu nutzen. Denn so haben wir endlich die Möglichkeit, auf gesunde Weise so zeitnah wie möglich die Vision unseres Lebens zu verwirklichen und genau den Alltag zu leben, den wir uns wünschen.

Maries Tipps für besseren Workflow:

  1.   Finde heraus, wann du am produktivsten bist: als  Lerche, die frühmorgens vor Energie strotzt, oder eher als Eule, die wach wird, wenn andere schlafen?
  2. Streiche All-in-one-Listen: Unterteile deine Aufgaben in Privat, Beruflich, Freizeit und ordne ihnen Farben im Kalender zu
  3. Setze als erstes in deinem Wochenkalender die Pausen fest: Mittagspause, Yoga, Spaziergang, Feierabend
  4. Lege deine Deep-Work-Phasen im Wochenkalender grundlegend fest – je nachdem, wann deine beobachteten Tageshochs sind (z.B. 10-12 und 15-17 Uhr)
  5. Richte für den Tagesabschluss eine Done-Liste ein oder hake die erledigten Aufgaben ab
  6. Notiere die Dauer von wiederkehrenden Aufgaben, um sie zeitlich besser einzuordnen
  7. Richte eine Not-to-Do-Liste ein: Identifiziere deine Zeitdiebe und triff eine klare Entscheidung, sie nicht mehr zu füttern. In der Deep-Work-Phase sind sie tabu (Social Media Surfing, unwichtige Anfragen zwischendurch beantworten)
  8. Verabschiede dich vom Perfektionismus: „Done is better than perfect“!
hopp rauf
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