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Freiräume 2019: Auf zur Ganzheit in Unternehmen

Kategorie:
Autor: Nicole Thurn
Datum: 21.02.2019
Lesezeit: 
2 Minuten

Österreichs (Un-)Konferenz für New Work landet am 13. und 14. Mai wieder in Graz: Mit dem Schwerpunkt Ganzheit im Unternehmen und vielen Pionieren aus der neuen Arbeitswelt.

Vergangenes Jahr war ich auf der (Un-)Konferenz Freiräume. Ich bin auf diversen HR-Konferenzen unterwegs. Selten hat man soviele Andersarbeiter und Querdenker  so hautnah auf einem Fleck. Am meisten lernt man doch im persönlichen Gespräch von anderen. Wo sonst auf Podien Best Practices vorgestellt werden, sitzen hier Arbeits-Pioniere und solche, die es werden wollen, unter lauschigen Laubbäumen und erzählen einander Geschichten davon, wie das 360 Grad Feedback nach langem Widerstand doch endlich funktioniert hat, warum man etwa im IT-Unternehmen Logicdata Rituale für die Mitarbeiter und Meditationskojen mit Entspannungsmusik eingerichtet hat oder wie es möglich war, dass 30 Leute gemeinsam eine Genossenschaft und daraus ein Reisdrink-Startup namens Libuni gründen. Auf den Freiräumen habe ich Menschen getroffen, die mich nachhaltig beeindruckt und bereichert haben. Auch die persönliche Entwicklung ist ein wichtiger Part der Konferenz: Im "Purpose Lab" coachten wir in Dreier-Teams einander, um herauszufinden, was unsere berufliche Vision und unser persönlicher Sinn im Job ist. 

Die Freiräume sind ein Herzensprojekt von Gregor Karlinger, Agiler Coach und Unternehmensberater, und Manuela Grundner, Systemischer Coach und Moderatorin bei der Beratung murbit. Beide haben 2016 die erste Konferenz aus dem Nichts aufgebaut. 

Den beiden geht es nicht nur um neue Wege zu einem besseren Arbeitsleben, sondern auch um innovative Bildungsansätze. 

Schwerpunkt: Ganzheit & Sinn

Für die Konferenz am 13. und 14. Mai in der Grazer Seifenfabrik stellen Gregor und Manuela das Thema "Ganzheit" in den Fokus: "Ganzheit bedeutet, dass wir nicht länger unser privates Ich an der Garderobe des Unter­nehmens abgeben, um uns ein professionelles Ich überzustülpen", sagt Manuela Grundner. "Sie verbindet Familie und Beruf, sieht den Menschen und findet passende Rollen im Unternehmen."  Über die Ganzheit würden Menschen von den Unternehmen angezogen, deren Berufung zu den Aufgaben des Unternehmens passe. In so einer Umgebung müssen wir uns nicht mehr verstellen, sondern dürfen sein, wie wir sind - das klingt doch sehr motivierend, oder?

Auch die Themen Selbstorganisation und unternehmerischer Sinn kommen nicht zu kurz. All das basiert auf dem berühmten Buch "Reinventing Organisations" von Frederic Laloux. Neben den Pionierstationen, an denen New-Work-Pioniere aus Unternehmen wie der Deutschen Telekom IT, GEA, Haufe-Umantis oder dm und Bildungs-Pioniere wie Studierende im Aufbruch oder die Schule des Handelns über ihre Erfahrungen und Herausforderungen erzählen, wird es wie im Vorjahr auch Mini-Workshops und Keynotes geben. Georg Tarne, Co-Gründer des Sozialunternehmens soulbottles wird in seinem Vortrag über die Einführung von gewaltfreier Kommunikation und Holacracy im Unternehmen berichten. Im Format Open Space können die Teilnehmer selbst Fragen einbringen, Ideen vorstellen und Feedback einholen.

Weitere Infos, Tickets und Anmeldung findest du  hier.

Das waren die Freiräume 2018

Viel Inspiration von AndersmacherInnen und QuerdenkerInnen, Austausch auf Augenhöhe und Workshops für die persönliche Entwicklung gab es an lauschigen Orten. 

Beitrag von Nicole Thurn

ist Herausgeberin von Newworkstories.com, New-Work-Enthusiastin und langjährige Journalistin mit einem kritischen Blick auf die neue Arbeitswelt.

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